Begegnungen: Nina Vobruba

Begegnungen: Nina Vobruba

Das Leben spült einem ja manchmal sehr interessante Menschen ins eigene Wohnzimmer. Dazu braucht man grundsätzlich nur zwei Dinge zu tun: Das Wohnzimmer zum Besprechungsort erklären. Sich auf die Suche nach neuen Bekanntschaften zu machen. Oder von diesen gefunden werden. Die Begegnung mit Nina ist deshalb so besonders, weil sie eigentlich meinen Rat suchte und ich dadurch Einblick in ihre Arbeit gewann: Einerseits als Mitglied des Zirkuskollektivs Rhizomatic Circus, andererseits als Mitbegründerin des Projektes Cambium.

Rhizomatic Circus selbst bezeichnet sich ein „aus dem Wiener Untergrund gewuchertes Kunstkollektiv“ – und so ist die Truppe auch groß und bunt. Einerseits schwierig zu navigieren, andererseits breit aufgestellt mit Artisten und Künstlern der unterschiedlichen Theater- und Zirkusdisziplinen, die einen neuen Zirkus ausmachen sollten. Die Programme entstehen in einem sehr entschleunigten Rhythmus, wohl auch, da in der Gemeinschaft jeder eine Stimme hat. Dennoch zeugen die Produktionen von einem hohen Qualitätsanspruch und einem intensiven Gespür für Poesie. www.rhizomatic.at

Cambium - ein soziokratisches Experiment

Cambium liegt gut eine Autostunde von Graz entfernt in der Gemeinde Fehring. In einem ehemaligen Kasernengebäude, das dem Kollektiv, das soziokratisch organisiert ist, von der Gemeinde zum Kauf angeboten wurde. Finanziert wurde es mittels eines Vermögenspools. Die Idee dahinter: Ob das Ersparte investiert wird, oder auf einem Sparbuch liegt, macht für das Geld keinen Unterschied. Warum also das Geld nicht sinnstiftend investieren? Cambium ist ein lebendiges Projekt: Arbeits- und Wohnraum, Alternative zum hektischen Leben. Die Selbstversorgung und Unabhängigkeit steht im Vordergrund, ohne das System an sich in Frage zu stellen. Eine Antwortmöglichkeit auf die Frage, wie sich unsere Welt sozial gerecht und ökologisch nachhaltig gestalten lässt. www.cambium.at

Nina Vobruba hat sich im Rahmen des BIC Bildungscenter Mentoringprogrammes für mich entschieden. Sie hat sich unterschiedliche Persönlichkeiten in der Grazer Kulturszene angesehen und aufgrund meines Arbeitsplatzes entschieden, dass ich ein sympathischer Mensch sein muss. Die Vorgehensweise fand und finde ich unglaublich erfrischend. Vielen Dank Nina! Wir bleiben in Kontakt!